Informationen & Wissenswertes

Ökologie

Für uns ist das harmonische Zusammenleben von Menschen, Pflanzen und Tieren die Voraussetzung für die Produktion von hochwertigen Speiseölen.

Ökologie als Teil der Pflanzenoel.ch AG

Die Landwirte, welche unsere Rohstoffe anbauen, sind verpflichtet, den ökologischen Leistungsnachweis (öLN) der Schweizer Landwirtschaft zu erbringen oder eine äquivalente Form der Landwirtschaft nachzuweisen. Wir kontrollieren die Anbaumethoden und unterstützen die Landwirte bei Problemen und Fragen.
Für uns hat die Qualität und Wertigkeit der Speiseöle höchste Priorität. Ein rein biologischer Anbau der Rohstoffe nach Schweizer Gesetz macht keinen Sinn, denn unsere Nutzpflanzen brauchen während ihres Wachstums Unterstützung. Diese Unterstützung beginnt mit der Ernährung der Pflanzen: Fehlen im Boden wichtige Nährstoffe, kann sich die Pflanze nur schlecht entwickeln. Die Samen werden nicht voll ausgebildet, es fehlt ihnen an Inhaltstoffen, welche schliesslich auch in den Ölen nur mangelhaft vorhanden sind.
Daher geben wir unseren Pflanzen auf jedem Feld eine bestimmte Menge Dünger. Als Dünger werden Mist, Gülle oder so genannter Kunstdünger verwendet. Jeder Landwirt weiss genau, wie viel von welchem Dünger notwendig ist, um seinen Pflanzen das ideale Wachstum zu ermöglichen. In regelmässigen Abständen werden – wie vom Gesetz vorgeschrieben – Bodenproben analysiert, um die Nährstoffe und Spurenelemente im Boden festzustellen.
Damit sich richtig ernährte Pflanzen auch optimal entwickeln, kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nötig sein. Auch hier weiss jeder Landwirt genau, welche unerwünschten Pflanzen neben seinen Kulturpflanzen heranwachsen. Er weiss ebenfalls, welche Insekten, Würmer, Schnecken oder Pilze das Wachstum seiner Nutzpflanze beinträchtigen können. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung können die Landwirte abschätzen und berechnen, ob der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nötig ist oder nicht.

CO2 im Boden Speicher - ein natürlicher Prozess

CO2, oder auch Kohlenstoffdioxid, ist ein Gas, welches durch das Verbrennen von fossilen und biologischen Brennstoffen entsteht. Der Unterschied dieser beiden Brennstoffe besteht darin, dass beim Verbrennen der biologischen Brennstoffe, zu Beispiel Holz, nur so viel CO2 entsteht wie der Baum während seiner Lebensdauer gespeichert hat, darum nennt man die biologischen Brennstoffe auch CO2-neutral. Anders bei den fossilen Brennstoffen, die allgemein als CO2 fördernd gelten, obwohl damals vor Millionen Jahren die Pflanzen ebenfalls CO2 aus der Luft aufgenommen haben und im Boden in Form von Kohle, Erdöl und Erdgas gespeichert wurde. Da jedoch dieser Prozess zu einer Zeit stattfand, wo ein Leben auf der Erde nur schwer vorstellbar war, weil die Atemluft eine andere Konzentration der Gase aufgewiesen haben muss.

Bei der aktuellen Klimadiskussion wird CO2 als klimaschädliches Gas bezeichnet, welches mit allen Mitteln reduziert werden muss.

Dass CO2 aber auch ein für die Pflanzen wichtiges “Atemgas” ist wird oft vergessen. Denn unsere Pflanzen können das CO2 mit der Hilfe von Sonnenlicht und Wasser mit der Photosynthese zu Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff umwandeln.

Das heisst, dass die Bäume den Kohlenstoff in Form von Holz speichern. Obstbäume wandeln das CO2 noch zusätzlich in süsse Früchte um. Bei den Zuckerrüben ist es der Zucker in den Rüben. Bei unseren Ölpflanzen das Öl in den Samen.

Alle diese Pflanzenprodukte werden nach einer einfachen Formel umgewandelt. Das Wasser (H2O) und das Kohlenstoffdioxid (CO2) wird zum Beispiel zu Zucker mit der chemischen Formel C6 H12 O6. Also werden aus sechs Teilen Wasser und sechs Teilen Kohlenstoffdioxid sechs Teile Kohlenstoff (C), zwölf Teile Wasserstoff (H) und zwölf Teile Sauerstoff (O). Da für den Zucker aber “nur” sechs Teile Sauerstoff nötig sind, wird bei diesem Prozess die restlichen sechs Teile Sauerstoff an unsere Atemluft abgegeben.

Auf diese Art funktioniert die Photosynthese.

In der Landwirtschaft haben wir eine gute Möglichkeit einen Teil der von uns ausgesäten Pflanzen auf den Feldern in den Boden einzuarbeiten. Zum Beispiel das Stroh nach dem Dreschen der Rapssamen. Mit dem Einarbeiten dieser Pflanzenmasse werden die Bodenlebewesen, Regenwürmer, Bakterien und Mikroorganismen, gefüttert und diese wandeln die Pflanzenreste in Humus um.

Der gezielte Aufbau von Humus im Boden ist eine sehr effiziente Art CO2 direkt zu speichern.

Damit dieser Prozess in der Landwirtschaft umgesetzt werden kann, ist ein Umdenken bei der Bewirtschaftung und auch einen Verzicht auf maximal Erträge notwendig. Es ist essenziell, dass der Boden permanent bewachsen ist. Nach der Ernte einer Nutzkultur muss sofort eine Zwischenfrucht ausgesät werden, welch wiederum Blatt- und Wurzelmasse aufbaut. Diese Zwischenfrucht kann dann in den Boden eingearbeitet werden bevor die nächste Hauptkultur ausgesät wird. So bekommen die Bodenlebewesen notwendiges Futter von der Zwischenfrucht und es wird weiter Humus aufgebaut.

Ein Umdenken allein reicht jedoch nicht. In der traditionellen europäischen Landwirtschaft werden die Abläufe, pflügen – eggen – säen, praktiziert. Dabei werden grosse Menge Boden bewegt. Der Pflug wendet den Boden bis zu 20cm tief, was viel Energie erfordert und den Boden massiv belastet. Vergräbt man die Erntereste oder Zwischenfrüchte auf diese Tiefe, können die Bodenlebewesen diese nur schwer abbauen und zu Humus umwandeln.

Darum ist es notwendig die Bodenbearbeitungsmaschinen der neuen Bearbeitungsform anzupassen. Maschinen die nur wenige Zentimeter tief, flach und bodenschonend arbeiten sind auf dem Markt verfügbar. Nur mit deren Hilfe ist der Humusaufbau machbar.

Wir von der Pflanzenoel.ch AG wollen diesen Schritt gehen und die bodenschonende Bewirtschaftung mit dem Ziel, den Humusgehalt im Boden zu steigern, konsequent umzusetzen.

Wir bieten im Webshop CO2-Kompensationsurkunden an, mit dessen Erlös wir diese schonende Bewirtschaftung teilfinanzieren möchten. Dieses Projekt ist langfristig ausgelegt, die biologischen Prozesse laufen langsam, so dass sich unsere Bemühungen erst in vielen Jahren messen lassen.

Je schneller wir mit der schonenden Bewirtschaftung beginnen können, desto schneller helfen wir aktiv das CO2 zu (ver)senken.

Unsere CO2-Kompensatinsurkunden sind nicht von einer offiziellen Stelle ausgestellt. Es sind symbolische Urkunden mit welcher sich die erwerbenden Personen den eigenen CO2-Ausstoss kompensieren kann.

Entdecke jetzt unsere Speiseöle

Entdecke unsere sorgfältig zusammengestellten Themenwelten rund um hochwertige Pflanzenöle und ausgewählte regionale Produkte. Erfahre mehr über Herkunft, Herstellung und gesundheitliche Vorteile und finde heraus, welches Öl und welche Produkte wirklich zu deinem Alltag passen.

Leinanbau

Wir säen die Leinsamen aus, pflegen die Leinpflanzen und dreschen den Lein im August. Damit garantieren wir eine hundertprozentige Kontrolle über unseren Lein, dessen Anbau, Pflege und Ernte. Langfristiges Ziel ist die saubere Dokumentation von der Aussaat über die Pflege zur Ernte und zum fertigen Leinöl in der Flasche.

Der Anbau von Hanf

Der Anbau von Hanf hat in der Schweiz seit Jahrhunderten Tradition. Bis nach dem zweiten Weltkrieg wurden aus dieser Pflanze und ihren Fasern vor allem Seile, Tücher und Kleider hergestellt. Anschliessend verschwand der Anbau immer mehr. 
Das Aufkommen von Baumwolle und vor allem synthetischer Stoffe verdrängte den Hanf zunehmend. Mit der ständigen Verschärfung der Betäubungsmittelgesetzgebung wurden zusätzlich Hindernisse aufgebaut.
Wir pflanzen bei Bedarf unser eigenen Hanf an. Moderne Hanfsorten haben einen sehr tiefen THC-Gehalt und können somit problemlos angebaut werden. Diese neuen Sorten sind speziell für die Samenproduktion gezüchtet worden. Sie wachsen an kurzen Stängeln und lassen sich fast problemlos mit herkömmlichen Mähdreschern ernten. Der Samenertrag ist gut und das daraus gewonnene Hanföl von hoher Wertigkeit.

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