Bevor Speiseöle hergestellt werden können, müssen zuerst die Pflanzen gesät werden und heranwachsen.
Für uns beginnen die Vorbereitungen schon Jahre vor dem Aussäen mit dem Erstellen eines Fruchtfolgeplans. Mithilfe des Fruchtfolgeplans erarbeiten wir ein System, wo wir auf unseren Feldern wann welche Kultur anpflanzen. So gibt es Kulturen, die nicht direkt nacheinander angepflanzt werden dürfen, weil sie sich nicht vertragen. Das gilt für gleiche Familien, zum Beispiel Kreuzblütler und Leguminosen, oder weil die Kulturen von denselben Krankheiten und Schädlingen betroffen sein können.
Wenn wir die Pflanzen ausgesät haben, brauchen sie eine gewisse Pflege. Wir müssen die Kulturen regelmässig kontrollieren. Gegen den Sommer, wenn die Pflanzen in die Blüte kommen, freuen sich viele Menschen an der Blütenpracht der Sonnenblume oder des Rapses. Auch Soja hat eine Blütezeit, nur sind die Blüten nicht so auffällig wie beim Raps. Nach der Blütezeit beginnen die Samen zu reifen.
Die reifen Samen werden mit dem Mähdrescher geerntet und anschliessend zu uns in die Ölmühle gebracht um sofort belüftet zu werden, bei Bedarf, wenn die Samen zu wenig trocken sind, werden sie mit warmer Luft nachgetrocknet. Der ideale Restfeuchtigkeitsgehalt der Samen beträgt weniger als 6%, so können die Samen auch über längere Zeit in unserem Kühllager gelagert werden. Da der Mähdrescher die Samen nicht genügend sauber von Fremdstoffen reinigen kann, muss diese Arbeit mit speziellen Maschinen von uns vor dem Einlagern erledigt werden.
Bei der Herstellung von kaltgepresstem Pflanzenöl werden die Samen und die Presse nicht vorgewärmt. Kaltgepresstes Öl wird bei normalen Raumtemperaturen hergestellt. Die Samen werden in der Presse durch die Reibung erwärmt, das Öl wird aber nur kurz auf etwa 40 – 50° Celsius aufgeheizt. Noch bevor das Öl in das Auffanggefäss tropft, hat es die Raumtemperatur wieder angenommen. Dabei fallen beim Raps zum Beispiel nur zirka 33 Prozent Öl an, obwohl die Pflanze 40 – 42 Prozent Fett hat.
Nach dem Kaltpressen stellen wir das Öl an einen kühlen, dunklen Ort und lassen es rund 10 bis 14 Tage stehen. In dieser Zeit setzen sich die Schwebestoffe (pflanzliche Rückstände aus dem Pressvorgang) ab, und das Öl lässt sich abschöpfen. Anschliessend wird das Öl mit einem Zellulosefilter filtriert und in Flaschen abgefüllt. Zum Schluss werden die Flaschen etikettiert und für den Verkauf bereitgestellt.
Hochwertige Schweizer Goldleinsamen, bei uns auch Flachssamen genannt, verfeinert mit Bienenhonig von regionalen Imkern und Magermilchpulver, ergibt eine wertvolle Mischung die reich an Ballaststoffen ist.
Wir säen die Leinsamen aus, pflegen die Leinpflanzen und dreschen den Lein im August. Damit garantieren wir eine hundertprozentige Kontrolle über unseren Lein, dessen Anbau, Pflege und Ernte. Langfristiges Ziel ist die saubere Dokumentation von der Aussaat über die Pflege zur Ernte und zum fertigen Leinöl in der Flasche.
Der Anbau von Hanf hat in der Schweiz seit Jahrhunderten Tradition. Bis nach dem zweiten Weltkrieg wurden aus dieser Pflanze und ihren Fasern vor allem Seile, Tücher und Kleider hergestellt. Anschliessend verschwand der Anbau immer mehr.
Das Aufkommen von Baumwolle und vor allem synthetischer Stoffe verdrängte den Hanf zunehmend. Mit der ständigen Verschärfung der Betäubungsmittelgesetzgebung wurden zusätzlich Hindernisse aufgebaut.
Wir pflanzen bei Bedarf unser eigenen Hanf an. Moderne Hanfsorten haben einen sehr tiefen THC-Gehalt und können somit problemlos angebaut werden. Diese neuen Sorten sind speziell für die Samenproduktion gezüchtet worden. Sie wachsen an kurzen Stängeln und lassen sich fast problemlos mit herkömmlichen Mähdreschern ernten. Der Samenertrag ist gut und das daraus gewonnene Hanföl von hoher Wertigkeit.
Erhalte Benachrichtigungen zu neuen Produkten und Neuigkeiten.